Clever-News

Bald keine Schnürlischrift mehr an Schweizer Schulen?

Die «verbundene Schweizer Schulschrift», besser bekannt als Schnürlischrift, wurde 1947 an den Schulen eingeführt. Noch heute ist sie in 15 der 21 deutschsprachigen Schweizer Kantone Standart, wenn die Schüler schriftliche Arbeiten verfassen. Gemäss einer Umfrage, welche die Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz (D-EDK) durchgeführt hat, möchte die Mehrheit der Kantone wie auch die Lehrer die Schnürlischrift abschaffen. Als Ersatz favorisiert der Lehrerverband die Luzerner Basisschrift. Die soll einfacher zu lernen sein und ermöglicht den Schülern ihre individuelle Handschrift zu entwickeln. Wie lange es noch dauern wird, bis die die Schnüerlischrift endgültig Vergangenheit ist, ist noch offen: Derzeit arbeitet die zuständige Arbeitsgruppe der D-EDK an ihrem Schlussbericht.

schrift

 

Ein Kommentar zu Bald keine Schnürlischrift mehr an Schweizer Schulen?

  1. Reinhard Wunderli // Juli 5, 2014 um 10:22 am // Antwort

    Noch vor sechzig Jahren mussten wir die von den meisten Schülern verhasste Tauchfeder und Tintenfass beim Erlernen des Schreibens brauchen, obwohl der Füllfederhalter und der Kugelschreiber schon erfunden wurde. Nebst der Gefahr von «Tolggen» war auch die Richtung jedes Buchstabenteils sehr wichtig, da sich die Tauchfeder leicht spalten konnte. Mit dem Gebrauch des Kugelschreibers oder des Bleistifts spielt der Faktor «Richtung» keine Rolle mehr. Aber immer noch geben Lehrer von heute ihren Schülern die längst unlogisch, archäisch gewordene Methode weiter. Beispiel: In einer druckähnlichen Schrift musste man den Grossbuchstaben R oben links beginnen… nach unten ziehen… wieder oben links ansetzen… den
    Bauch und dann das R mit dem schrägen Strich beenden. Bei Schreibwerkzeugen wie
    Kugelschreiber oder Bleistift ist diese Methode absurd. Man fängt das R unten links an… zieht nach oben und hängt den Bauch und den schrägen Strich an, und das alles ohne jeglichen Unterbruch. Unlogisch bis dumm ist es auch, dass man mit Kugelschreiber oder Bleistift die Ziffer 6 in einem Zug schreiben kann, aber nicht die Ziffer 9. Am gleichen Punkt, wo man die 6 aufhört, genau dort muss man nämlich die 9 anfangen. Auch die Ziffer 4 sollte man in einem Zug schreiben: Am untersten Punkt beginnen, vertikal nach oben ziehen, schräg nach unten links ziehen, und
    dann horizontal nach rechts. Das sind nur wenige Beispiele. Liebe Erzieher: Die Luzerner Basisschrift ist nicht schlecht. Aber vermeidet, auf alte Schreibwerkzeuge basierende Gewohnheiten weiter an die Schüler zu übertragen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: