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Rätsel um mysteriöse Löcher in Sibirien aufgeklärt

In der Tundra im hohen Norden reisst der Boden zu grossen Löchern auf. Offenbar sind weder Aliens noch Laserwaffen die Ursache – sondern ein geologisches Phänomen, das künftig häufiger auftreten könnte. Das Video, das am 10. Juli auf YouTube veröffentlicht wurde und seitdem mehr als neun Millionen Mal angesehen wurde, liess bunte Theorien gedeihen: Zu sehen war ein gigantisches Loch auf der abgelegenen sibirischen Halbinsel Jamal – so kreisrund und mit so glatten Wänden, als hätte sich ein riesiger Bohrer in das Erdreich gefressen. Warum sich im Boden von Sibiriens Tundra in den vergangenen Wochen drei grosse Löcher aufgetan haben, haben Wissenschaftler jetzt genauer untersucht. Nun berichtet das Fachjournal „Nature“ auf seiner Website, dass die Löcher wohl die Folge einer Methanexplosion seien. Die Luft am Grund des Kraters zeige eine ungewöhnlich hohe Konzentration von Methan, bis zu 9,6 Prozent. Normalerweise enthalte die Luft dort Methan in einer Konzentration von 0.000179 Prozent. Die Ursache für die Methanexplosion ist noch nicht vollständig geklärt. So könnten die beiden ungewöhnlich warmen Sommer der Jahre 2013 und 2012 dazu geführt haben. Die Temperaturen waren in diesen Jahren auf fünf Grad Celsius gestiegen – das ist viel für die Permafrostregion des hohen Nordens. Im Boden gefrorenes Methanhydrat könne dadurch aufgetaut und in einer Explosion aus dem Boden entwichen sein. Dafür spricht auch, dass die mittlerweile drei beobachteten Löcher von einem Kraterwall umgeben sind.

Russia Siberia Crater

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