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Lehrerstreik in Deutschland

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die angestellten Lehrer für diese Woche zu bundesweiten Warnstreiks aufgerufen. Am Dienstag geht es los.
In Deutschland gibt es rund 800.000 Lehrer. 200.000 von ihnen sind keine Beamte sondern Angestellte. Die Gewerkschaften fordern für die Angestellten 5,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 175 Euro mehr. Die Relation von Lehrern im Angestelltenverhältnis zu Lehrern mit Beamtenstatus ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Es gibt dabei ein deutliches Ost-West-Gefälle: In drei der fünf neuen Bundesländer wurden Lehrer nach der Wende überwiegend als Angestellte beschäftigt: 2010 war der Anteil der angestellten Lehrer am höchsten in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Dagegen liegt in den alten Bundesländern der Anteil von Beamten an allgemeinbildenden und Berufsschulen zwischen 80 und 95 Prozent. Dort dürften Warnstreiks ausbleiben, beziehungsweise kaum zu Unterrichtsausfall führen. Ein Grund für den Lehrerstreik sind die grossen Unterschiede bei der Bezahlung von angestellten und beamteten Lehrern. Zudem werden sie in den Bundesländern unterschiedlich bezahlt. Die Gehälter klaffen laut Gewerkschaft unter anderem deshalb auseinander, weil die Länder uneinheitlich entscheiden, unter welchen Voraussetzungen Lehrer den Beamtenstatus erhalten – mit Privilegien und insgesamt besserer Bezahlung. Ein Beispiel aus Nordrhein-Westfalen: Gemäss GEW-Zahlen sind dort rund 40.000 angestellte Lehrer beschäftigt. Hier verdiene ein angestellter Lehrer netto zwischen 100 und 590 Euro weniger im Monat als der Beamten-Kollege. Bei der Altersvorsorge sehe es ebenfalls ungleich aus: Ein angestellter Pädagoge erhalte im Durchschnitt 42 Prozent seines Gehalts als Rente, der Beamte bekomme als Pension rund 70 Prozent seiner vorherigen Bezüge.

Lehrerstreik

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