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Glencore-Aktien im freien Fall

Der schweizerische Bergbau-Konzern Glencore taumelt. Am Montag schloss der Kurs des Unternehmens an der Londoner Börse auf dem Rekordtief von 68,62 Pence, fast 30 Prozent niedriger als zu Handelsbeginn. Es stellt den vorläufigen Tiefpunkt einer andauernden Talfahrt dar: In den letzten drei Monaten sank der Aktienwert des nach Umsatz zweitgrössten Unternehmens der Schweiz um annähernd 73 Prozent. Die Aktionäre haben Glencore wie Ramsch behandelt: Das umfangreiche Sparpaket hat nicht gegriffen, das Konzernchef Ivan Glasenberg Anfang September lanciert hat, um Glencores Schulden um 10 Milliarden auf 20 Milliarden Dollar zu reduzieren. Dabei war schon dieses Vorhaben ein Zugeständnis an die Anleger, um den Wertverfall aufzuhalten. Auch der Chef des schweizerischen Unternehmens verlor innerhalb eines Tages eine halbe Milliarde Dollar. Nach dem Börsengang von Glencore im Jahr 2011 wurde Glasenbergs Vermögen noch auf 7,3 Milliarden Dollar geschätzt – seitdem hat der Unternehmer 81 Prozent dieser Summe verloren. Glasenbergs Verluste sind bislang nur auf dem Papier zu verzeichnen – vermutlich wird der einst reichste Mann Südafrikas seine Anteile an Glencore nicht in den nächsten Tagen verkaufen. Erholt sich der Aktienkurs, steigt auch Glasenbergs Vermögen wieder. Ein Hoffnungsschimmer: Die Glencore-Aktie legte heute wieder etwas zu.

Glencore

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