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Riesiges Feuer auf illegaler Reifendeponie

Eine illegale Deponie mit fast 100.000 Tonnen Altreifen ist nahe Madrid in Flammen aufgegangen. Das Feuer wird voraussichtlich noch zwei Wochen weiter brennen. Die Polizei vermutet Brandstiftung. Die Giftwolke über der Deponie mit ursprünglich nahezu 100.000 Tonnen Altreifen nahe Seseña zwischen Madrid und Toledo wird daher auch noch eine Weile zu sehen und zu riechen sein. Die Regionalregierungen von Madrid und Kastilien/La Mancha erklärten dennoch die Lage jetzt für „stabil“, es seien keine unmittelbaren Gesundheitsrisiken mehr zu befürchten. Wegen günstiger Witterung zögen die Giftstoffe in den oberen Teil der Atmosphäre ab. Die Anrainer konnten in ihre Häuser zurückkehren. Am Dienstag wurden auch die Schulen im Umkreis wieder geöffnet.
Seit den Neunzigerjahren waren in der Region illegal Autoreifen entsorgt worden. Im Laufe der Zeit wuchs die wilde Deponie immer weiter, 2003 wurde sie offiziell für illegal erklärt. Inzwischen bedeckt die Halde eine Fläche von 14 Fussballfeldern. Umweltschützer warnen seit Jahren vor den mit der Deponie verbundenen Umweltgefahren. Bis heute fanden die Behörden jedoch keine Lösung zur legalen Entsorgung der Reifen. Die Europäische Kommission hat Spanien derweil vor einem zweiten potentiellen Brandherd auf der Kanaren-Insel Fuerteventura gewarnt. Dort lagern rund 200.000 Altreifen in der Hitze einer Wüstenlandschaft, illegal, unbeaufsichtigt und wie mit wachsender Tendenz.

 

 

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