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Lebensraum von Krake „Casper“ gefährdet

Eine kürzlich entdeckte Mini-Krake mit dem Spitznamen „Casper“ brütet ihre Eier auf Manganknollen am Boden des Pazifischen Ozeans aus. Die Kraken brüten etwa vier Jahre lang ihre Eier aus, ohne zu fressen. Doch kaum entdeckt, sind die kleinen Tiefseekraken schon wieder bedroht, sie könnten bald einen Grossteil ihres Lebensraums verlieren. Die Schwämme, an deren Stängel die kleinen Oktopoden ihre Eier kleben, wachsen nämlich nur auf kleinen harten Knollen oder Felskrusten. Mangan und andere in den Knollen vorhandene Stoffe werden für die Industrie nämlich immer wichtiger. Die Metalle würden in Handys und Computern verwendet, wie ein internationales Biologen-Team im Fachmagazin „Current Biology“ schreibt. Die Forscher aus Deutschland und den USA hatten die Kraken-Art bei Tauchexpeditionen in einer Tiefe von mehr als 4000 Metern beobachtet. Ohne die Knollen finden die Kraken dort keinen Laichplatz. „Casper“ war dieses Jahr zu einem kleinen Social-Media-Star avanciert. Der US-amerikanische Tauchroboter „Deep Discovery“ hatte den etwa zehn Zentimeter kleinen Tiefseekraken (Octopoda, Untergruppe: Incirrina) vor der hawaiianischen Necker-Insel in einer Tiefe von 4290 Metern aufgespürt, ihn aus nächster Nähe gefilmt und den Clip direkt veröffentlicht. Die Webgemeinde gab dem nahezu durchsichtigen Kraken dann den Namen Casper, in Anlehnung an das bekannte Trickfilm-Gespenst.

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