Das Jahr 2024 war ein erfolgreiches Jahr für den Tourismus in der Schweiz. Laut dem Bundesamt für Statistik (BFS) gab es fast 43 Millionen Hotelübernachtungen – das sind 2,6 % mehr als im Jahr zuvor. Besonders viele Gäste kamen aus dem Ausland, allen voran aus den USA. Diese sind nach Deutschland die zweitwichtigste Gruppe für den Schweizer Tourismus.
Schweiz Tourismus (ST) hat heute eine positive Bilanz für das Jahr 2024 gezogen. Der Erfolg kommt nicht von selbst, sondern ist das Ergebnis harter Arbeit. Gleichzeitig bedeutet er aber auch, dass der Tourismus gezielt gesteuert werden muss, anstatt nur auf ständiges Wachstum zu setzen.
Mehr Übernachtungen aus den USA
Das BFS hat bekannt gegeben, dass es 2024 insgesamt 42,8 Millionen Übernachtungen in Hotels gab. Besonders gestiegen sind die Zahlen aus den USA: Mit 3,5 Millionen Übernachtungen wuchs dieser Markt um 13,9 %. Nur Deutschland hatte mit 3,8 Millionen Übernachtungen noch höhere Zahlen. Die politischen Unruhen in den USA hatten glücklicherweise keinen Einfluss auf das Reiseverhalten der amerikanischen Gäste. Durch gezielte Werbemassnahmen, wie die Zusammenarbeit mit Influencern, konnte das Interesse an der Schweiz weiter gesteigert werden.
Unterschiedliche Entwicklungen in Europa und Übersee
Die Schweizer selbst haben weiterhin gerne Urlaub im eigenen Land gemacht. Die Zahl der Übernachtungen von Einheimischen blieb mit 20,8 Millionen nahezu gleich (+0,1 %). Doch der Anstieg der Übernachtungszahlen kam vor allem durch ausländische Gäste zustande.
In Europa gab es Gewinner und Verlierer: Die Zahl der französischen Touristen stieg um 6,1 % auf 1,5 Millionen Übernachtungen. Gleichzeitig kamen jedoch weniger Gäste aus Grossbritannien (-4,1 %). Auch in Übersee gab es Unterschiede: Während die Zahl der Gäste aus den USA einen neuen Höchststand erreichte, gingen die Zahlen aus den Golfstaaten um 4,4 % zurück. Besonders bemerkenswert: Aus China (einschliesslich Hongkong und Taiwan) fehlen im Vergleich zu 2019 immer noch mehr als ein Drittel der Hotelübernachtungen.
Herausforderungen für die Zukunft
Die Konkurrenz schläft nicht: Weltweit wächst der Tourismus rasant, und viele Länder kämpfen um Reisende. Die Schweiz muss sich anstrengen, um mithalten zu können. Laut Martin Nydegger, Direktor von Schweiz Tourismus, kommen Gäste nicht einfach von selbst. Krieg, Krisen und Klimaveränderungen machen es schwieriger, Touristen anzulocken. Zudem muss sich die Schweiz gegen viele andere Reiseziele behaupten.
Nachhaltiger und durchdachter Tourismus
Um auch in Zukunft erfolgreich zu bleiben, setzt Schweiz Tourismus auf ein kluges Konzept. Das Ziel ist nicht einfach nur mehr Touristen, sondern die richtigen Gäste zur richtigen Zeit an den passenden Orten. Dazu gehören fünf Schwerpunkte:
- Reisen sollen sich über das ganze Jahr verteilen, nicht nur in den Hauptferienzeiten.
- Besucherströme sollen besser gelenkt werden, um Überfüllung zu vermeiden.
- Gäste sollen länger bleiben und nicht nur für kurze Trips kommen.
- Nachhaltiger Tourismus unter dem Motto «Swisstainable» soll gefördert werden.
- Die Akzeptanz des Tourismus in der Bevölkerung soll gestärkt werden.
Diese Massnahmen sollen helfen, den Tourismus in der Schweiz langfristig erfolgreich und umweltfreundlich zu gestalten.
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