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Wenn ein Elefant auf dem Gleis steht

Leader of a wild elephant herd stands guard as other cross a corridor near Tarajuli tea estate in Rangapara, about 245 kilometers (153 miles) east of Gauhati, India, Wednesday, Nov. 30, 2005. A desperate battle between elephants and humans for the forests of India's remote northeast has reached alarming proportions, resulting in hundreds killed on both sides, wildlife officials said Wednesday, Sept. 20, 2006 ahead of an emergency meeting scheduled for Sept. 25 in Assam state, which has India's largest concentration of wild Asiatic elephants, estimated at 5,000. A World Wildlife Fund project has shown promise in using trained elephants and riders to herd wild elephants away from populated areas. (KEYSTONE/AP Photo/ Anupam Nath) ** NOV. 30, 2005 PHOTO **

enn die Bahn durch den Dschungel rollt – und ein Elefant auf den Schienen steht

Stell dir vor, du sitzt in einem Zug mitten in Südindien. Draussen rauscht der Dschungel vorbei, grün und wild, voller Leben. Und plötzlich – eine Notbremsung. Auf den Schienen steht ein Elefant. Kein Witz. Das passiert wirklich. In Tamil Nadu, einem Bundesstaat ganz im Süden Indiens, fahren Züge regelmässig durch dicht bewaldete Gebiete, die das Zuhause vieler Tiere sind. Auch von Elefanten. Und wenn so ein riesiger Koloss einfach mal quer über die Gleise spaziert, wird’s gefährlich. Für ihn – und für den Zug.

Aber jetzt kommt etwas ins Spiel, was man in einem tropischen Urwald vielleicht nicht erwarten würde: Künstliche Intelligenz. Ja, genau – KI hilft inzwischen dabei, solche Situationen zu entschärfen. Kameras, Sensoren und clevere Programme beobachten die Gleise rund um die Uhr. Wenn sich ein Elefant nähert, schlägt das System sofort Alarm. Die Lokführer können rechtzeitig bremsen, und manchmal warnt das System sogar mit speziellen Geräuschen die Tiere selbst – damit sie schnell das Weite suchen.

In Indien nennt man das zum Beispiel „Gajraj-Projekt“. „Gajraj“ heisst so viel wie „Elefantenkönig“. Es geht darum, die majestätischen Tiere zu schützen – und gleichzeitig für Sicherheit im Bahnverkehr zu sorgen. Eine echte Freundschaft zwischen Hightech und Wildnis also. Vielleicht klingt das erstmal ein bisschen wie Science-Fiction, aber es funktioniert wirklich. Und es zeigt, dass Technologie nicht nur was für Smartphones und Games ist, sondern auch Leben retten kann. Sogar das von einem Elefanten mitten im Dschungel.

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