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Griechischer Finanzminister tritt zurück

Wenige Stunden nach dem Nein der Griechen zu den Sparvorgaben der internationalen Geldgeber hat der griechische Finanzminister Giannis Varoufakis seinen sofortigen Rücktritt angekündigt. Kurze Zeit nach der Bekanntgabe der Ergebnisse der Volksabstimmung sei er aus Kreisen der Eurogruppe darauf hingewiesen worden, dass es eine „gewisse Präferenz“ gebe, dass er bei den Beratungen der Eurogruppe nicht mehr zugegen sei, schreibt Varoufakis am Montag in seinem Blog. Varoufakis deutet in seinem Blog an, dass Ministerpräsident Alexis Tsipras den Rücktritt gut findet: Sein Abschied sei von ihm als „potentiell hilfreich“ betrachtet worden, um eine Vereinbarung mit den Geldgebern zu erreichen.
Eine klare Mehrheit der Griechen stimmt gegen die Sparforderungen der Gläubiger. Euro-Gruppen-Chef Dijsselbloem findet das „sehr bedauerlich“. In Frankfurt tagt am Montag der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB). Dort sind die Direktoren der EZB Mitglieder, ausserdem die Chefs der nationalen Notenbanken, inklusive Griechenland. Sie müssen entscheiden, was mit den griechischen Banken passiert. Derzeit dürfen sie Kunden nur noch 60 Euro Bargeld am Tag ausgeben. Die griechische Nationalbank gewährt ihnen Notkredite, damit sie überhaupt noch Geld haben. Der EZB-Rat kann die Auflagen dafür verschärfen oder die Notkredite sofort zurückfordern. Dann wären die Banken des Landes sofort pleite. Die EZB könnte aber auch abwarten. Ausserdem beraten sich Europas Spitzenpolitiker. Am Dienstag gibt es hierzu einen Sondergipfel.

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