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In Frankreich müssen Supermärkte nicht verkaufte Lebensmittel spenden

Täglich werden Tonnen an unverdorbenen Lebensmittel weggeschmissen. Die französische Nationalversammlung will mit einer neuen gesetzlichen Regelung die Verschwendung von Lebensmitteln reduzieren. Supermärkte, die grösser als 400 Quadratmeter sind, müssen ihre nicht verkauften Nahrungsmittel an karitative Einrichtungen spenden oder als Tierfutter oder Kompost recyceln. Frankreich geht radikal gegen die Verschwendung von Lebensmitteln vor. Insbesondere wird es den Händlern im Lebensmittelbereich verboten, ihre unverkaufte Ware für den Konsum ungeeignet zu machen. Ein Abgeordneter prangerte es als „skandalös“ an, dass zum Beispiel Chlor über Mülleimer mit noch nutzbaren Lebensmitteln verteilt werde. In den Schulen soll das Thema Verschwendung von Lebensmitteln zudem in den Lehrplan aufgenommen werden.
Der Handel kritisierte, dass die Schritte ihr Ziel verfehlten, denn die Supermärkte seien lediglich für fünf Prozent der verschwendeten Lebensmittel verantwortlich. Jeder Franzose wirft jährlich im Durchschnitt 20 bis 30 Kilogramm Lebensmittel weg, was einem Wert von 12 bis 20 Milliarden Euro pro Jahr entspricht. Die nun von der Nationalversammlung beschlossenen Massnahmen sind Teil eines Gesetzentwurfs zum Energiewandel von Umweltministerin Ségolène Royal. Die sozialistische Regierung in Paris hat sich 2012 zum Ziel gesetzt, die Lebensmittelverschwendung bis 2025 zu halbieren.

Lebensmittel

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